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Petition der IG Hadlikon

Flyer Funkstrahlung

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Stellungnahme zur Änderung der Verordnung Fernmeldedienste (FDV)

Der Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein stellt sich vehement gegen eine weitere Strahlenbelastung im Falle des geplanten Art. 16 Abs. 2 der Verordnung und finden es unhaltbar, gesundheitlich eingeschränkte Mitbürger unter rein wirtschaftlichen und technischen Aspekten zu betrachten. Es gilt auch diesen behinderten Menschen mehr Mitsprache in der Lebensgestaltung zu geben. Das Behindertengleichstellungsgesetz muss auch die Mobilität der elektrosensiblen Mitmenschen schützen, die wegen zunehmenden Elektrosmogs immer weniger in der Lage sein werden, am sozialen Leben teilnehmen zu können.

 

Die Grundversorgung nur mittels Funk bereitzustellen, ist keine Option

Wie beim Passivrauchen ist eine gesundheitliche Gefährdung auch mit Elektrosmog möglichst zu vermeiden. Mit einer minimalen Belastung des Aussenraumes, so dass in den Wohn- und Arbeitsräumen keine Strahlung und Versorgung mehr vorhanden ist, wäre das weitgehend zu erreichen. Eine gesamtschweizerische Grundversorgung der kabelgebundenen Telekommunikation darf unter keinen Umständen aufgegeben werden. Im Sinne der Sicherheit der Bevölkerung muss ein vom Stromnetz unabhängiges zuverlässiges Verbindungsnetz in alle Gemeinden erhalten bleiben. Die Funknetze sind anfällig auf unterschiedlichste Störungen, was sich am 13.11.2015 im Stadion von Paris eindrücklich gezeigt hat: Unmittelbar nach den tragischen Ereignissen war jeglicher Funktelefonverkehr zusammengebrochen. Diese Technologie kann als Grundversorgung, die wie das heutige Telefonnetz auch im Krisenfall verlässlich funktionieren muss, keine Option darstellen.

Konkrete Vorschläge des Dachverbandes am Änderungsentwurf des BAKOM

- Art.15 Abs.1 lit.e der bisherigen Verordnung hat verlangt, dass der Grundversorger öffentliche Sprechstellen bereitstellen muss. Das BAKOM möchte diesen Artikel ersatzlos streichen.

Der Dachverband verlangt, dass dieser Artikel bestehen bleibt.

- Art.16 Abs.2, lit.b erlaubt dem Grundversorger, aus technischen oder ökonomischen Gründen auf die Bereitstellung des Anschlusses zu verzichten, „wenn ein Alternativangebot zu vergleichbaren Bedingungen auf dem Markt verfügbar ist.

Mit diesem vom BAKOM vorgeschlagenen Artikel würde

  • die Netzversorgung durch den Grundversorgungskonzessionär faktisch aufgehoben, er bräuchte nur zu sagen, es sei technisch oder ökonomisch zu aufwändig;
  • der Vorrang der analogen und damit gegen Stromausfallrisiken gesicherten Grundversorgung aufgehoben;
  • der Vorrang der kabelgebundenen und damit zuverlässigeren Grundversorgung aufgehoben. Damit wäre die Funktechnologie mit ihrer Verstrahlung durch Elektrosmog der saubereren kabelgebundenen Technologie faktisch gleichgestellt, praktisch sogar bevorzugt;
  • die Gleichstellung behinderter Mitmenschen, die jetzt schon unter Elektrosmog leiden und jene, die in Zukunft unter der Zwangsbestrahlung leiden werden, verhindert.

Um dies zu verhindern, verlangt der Dachverband einen zusätzlichen Art.16 Abs.2 lit.c „Funkdienste sind als vergleichbares Alternativangebot ausgeschlossen.“

 

Links:

- Stellungnahme des Dachverbandes

- Änderungsentwurf des BAKOM

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