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Petition der IG Hadlikon

Flyer Funkstrahlung

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Innovation statt höhere Mobilfunk-Grenzwerte

Mail an alle Ständerätinnen und Ständeräte vom 01.12.2016

Sehr geehrte Damen und Herren

Alle können jetzt und auch in Zukunft bei den aktuellen Grenzwerten mit dem Handy telefonieren und Daten austauschen. Es würde sogar noch bei tieferen Grenzwerten problemlos funktionieren. Deshalb kann die am 8. Dezember im Ständerat traktandierte Motion 16.3007 „Modernisierung der Mobilfunknetze...“ gelassen abgelehnt werden. Folgende Argumente sprechen für die Ablehnung:

Wirtschaftliche Aspekte
Andere Länder zeigen, dass sich Mobilfunknetze auch mit tieferen Grenzwerten technisch und wirtschaftlich betreiben lassen. Der Bundesrat kommt deshalb in seinem Bericht zu zwei FDP-Postulaten (12.3580/14.3149) zum Schluss, dass für den Netzausbau keine Grenzwerterhöhung erforderlich ist. Tiefere und nicht höhere Grenzwerte führen zu nachhaltiger Innovation. Auch die Behauptung, dass die Schweiz heute schon die besten Grenzwerte habe, stimmt nicht. Die Schweiz ist bloss Durchschnitt und liegt auf Augenhöhe mit Ländern wie beispielsweise Italien, Russland und China.

Durch die Förderung des Mobilfunks mit höheren Grenzwerten würde der wichtigere Glasfaserausbau um weitere Jahre verzögert werden. Die Schweiz gehört diesbezüglich heute schon zu den Schlusslichtern in Europa und würde noch weiter in Rückstand geraten, wenn sie zu sehr auf das risikoreiche Technologiemonopol des Mobilfunks setzt.

Gesundheitliche Aspekte
Die WHO-IARC hat 2011 Funkstrahlung in ihr Verzeichnis krebserregender Stoffe aufgenommen. Dadurch wurde die Richtigkeit der vorsorglichen Strahlungsbegrenzung in der NISV von 1999 bestätigt. Von der Industrie unabhängigen Forschung liegt seit dieser Zeit keinerlei Entwarnung vor, die eine Grenzwerterhöhung rechtfertigen würde. Im Gegenteil, eine Senkung wäre risikogerechter. Die Swiss Re stufte deshalb Mobilfunkstrahlung in die höchste Risikokategorie ein und die Versicherungsbranche deckt schon lange keine Risiken mehr im Zusammenhang mit Funkstrahlung.

Gerade die vielen tragischen Erfahrungen von Landwirten und ihrem Vieh belegen, dass wegen Mobilfunkantennen verursachte Krankheiten nicht bloss durch angeblich übertriebene Ängste vor Funkstrahlung verursacht werden. Die ärztliche Praxis zeigt ausserdem, dass eine Zunahme des Strahlungspegels in unserer Umwelt einhergeht mit einer stetigen Zunahme der Anzahl Personen, die strahlungsbedingte Krankheitsbilder entwickeln. Elektrosensibilität wird zu einer neuen Volkskrankheit mit entsprechenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Eine Erhöhung der Grenzwerte wird diese volkswirtschaftlich negative Entwicklung beschleunigen.

Wir bitten Sie, im Namen einer zukunftsorientierten Vorsorgepolitik der vorgeschlagenen Grenzwerterhöhung nicht zuzustimmen. Für Auskünfte, ergänzendes Material oder ein Gespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung und wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit.

Freundliche
Markus Lauener
Verbandspräsident
Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein
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www.funkstrahlung.ch

Ausführliche Informationen auf: http://www.funkstrahlung.ch

Anhang
- Internationaler Grenzwertvergleich
- Artikel Mobilfunkantenne in Elgg bereitet Kopfweh, ZüriOst

 

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