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Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Das Auto ist kein Büro

40 Tote wegen telefonierenden Autofahrern: Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) hat kürzlich die Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2013 veröffentlicht. Die häufigste und durchaus einfach zu vermeidende Unfallursache – nämlich das Telefonieren beim Fahrzeuglenken – wird in der aktuellen Statistik des ASTRA mit keinem Wort erwähnt.

Mit „lenken statt ablenken“ führen fast alle kantonalen Polizeikorps der deutschsprachigen Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein eine aktuelle Kampagne gegen die Ablenkung und Unaufmerksamkeit beim Fahrzeuglenken. Im Fokus steht die folgenschwere Unsitte der Nutzung von Handys bzw. Smartphones und anderer elektronischer Geräte durch Fahrzeuglenkende. Unaufmerksamkeit und Ablenkung ist auf Schweizer Strassen die häufigste Unfallursache. Ein Viertel bis ein Drittel aller Unfälle lassen sich drauf zurückführen. Untersuchungen von kantonalen Polizeikorps belegen, dass bei mindestens einem Drittel dieser Unfälle am Steuer telefoniert oder Kurzmitteilungen getippt wurden.

Basierend auf den Zahlen der Unfallstatistik für 2012 bedeutet das, dass jährlich mindestens 40 Tote, 467 Schwerverletzte und 2002 Leichtverletzte telefonierenden Autofahrern zum Opfer fallen. Untersuchungen im Ausland deuten darauf hin, dass es tatsächlich noch viel mehr Verkehrsteilnehmer sind, die dem vermeintlichen Kavaliersdelikt zum Opfer fallen. Die Tendenz bei diesem fehlbaren Verhalten ist insbesondere bei jungen Fahrzeuglenkern steigend.
Wissenschaftliche Studien belegen seit Jahren zweifelsfrei, dass sich telefonierende Fahrzeuglenker wie Angetrunkene mit mindestens 0.8 Promille Alkohol im Blut verhalten. Dabei spielt es kaum eine Rolle ob mit oder ohne Freisprecheinrichtung telefoniert wird. Das Ablenkungsrisiko ist in beiden Fällen etwa gleich hoch und deshalb auch gesetzlich verboten. Während bei jedem Unfall generell Blutalkoholwerte ermittelt werden, wird nicht überprüft, ob zum Zeitpunkt des Unfalles telefoniert wurde oder nicht. Deshalb beruhen alle Zahlen bezüglich Ablenkung durch Handys, Smartphones, Tablet-Computer etc. auf Schätzungen.

Würde am Ort des Unfallgeschehens von der Polizei systematisch die Nachreichung eines Mobilfunkverbindungsnachweises von den Unfallverursachern verlangt, könnte zweifelsfrei festgestellt werden, ob elektronische Kommunikationsgeräte der Grund für eine mögliche Ablenkung waren oder nicht. Weshalb wird diese einfache und kostengünstige Massnahme nicht sofort vom ASTRA zur Umsetzung vorgeschlagen?

Der Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein hat im Rahmen der Vernehmlassung zum zweiten Paket von Via sicura dem ASTRA diesen und zahlreiche weitere Vorschläge für mehr Sicherheit im Strassenverkehr bezüglich der Ablenkung durch Handys, Smartphones, Tablet-Computer etc. unterbreitet.

Kein Handy-Gespräch, keine SMS, kein Chat und kein Daten-Download ist so wichtig, dafür Menschenleben zu riskieren.

Siehe auch Nationalrätliche Interpellation Mobiltelefonie und Autounfälle von Geri Müller mit dem Kommentar des Dachverbandes zur Antwort des Bundesrates: Kommentar Interpellationsantwort

und die Stellungnahme des Dachverbandes zur Vernehmlassung von ViaSicura: Stellungnahme Eingabe ViaSicura2

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