Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Petition der IG Hadlikon

Flyer Funkstrahlung

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Wege aus dem Mobilfunkdilemma

Risikofaktor für Krebs

Auch Funkstrahlung ist ein Risikofaktor für Krebs

Die nationale Koordinationsgruppe der Elektrosmog-Schutzorganisationen hat einen aktuellen Flyer mit dem Titel „Krebs hat viele Ursachen - auch Funkstrahlung“ herausgegeben. Der informative Faltprospekt weist auf Funktechnologien als mögliche Förderer von Krebs hin und wird heute Samstag, dem 29. Mai 2010 in Bern auf dem Bundeshausplatz verteilt.

Gleichzeitig werden Unterschriften für die nationale Petition für weniger Funkstrahlung gesammelt. Mit der Petition wird eine Deklarationspflicht für alle strahlenden Geräte sowie die uneingeschränkte Planungshoheit der Gemeinden für Mobilfunkantennen verlangt. Heute führt auch die Krebsliga Schweiz ihre Solidaritätsaktion „Unterwegs gegen Krebs“ in Bern durch. Wir haben die Krebsliga im Vorfeld schriftlich um Unterstützung für die Petition angefragt. Sie entsprach jedoch weder unserem Wunsch nach einem eigenen Informationsstand in Bern noch demjenigen nach einer offiziellen Unterstützung der Petition.

Statt dessen schickte uns ihre Führung nach langem Zuwarten einige nicht stichhaltige Ausreden und ausserdem eine gemeinsame Medienmitteilung der Krebsliga und der Forschungsstiftung Mobilkommunikation zur Interphone-Studie. Die Forschungsstiftung wird nachweislich von der Mobilfunkindustrie finanziert und kontrolliert. Die Krebsliga Schweiz zeichnet sich bisher leider nicht durch ernsthafte Aktivitäten in der Prävention bezüglich Funkstrahlung aus. Im Gegenteil, sie übt sich vor allem in aktiver Beschwichtigung und dem Zerreden von Bedenken, wie sie durch unabhängige Wissenschafter, NGOs, Ärzte und die betroffene Bevölkerung zunehmend vorgebracht werden. An Fachveranstaltungen der Krebsliga wird – im Vokabular der Mobilfunklobby – bloss die bekannte Formel „kein Zusammenhang, keine Wirkung, keine Evidenz… weiterforschen“ wiederholt. Die Krebsliga hat eine grosse Resonanz. Die zahlreichen, im Vorfeld der Solidaritätsaktion erschienenen Zeitungsartikel belegen es. Um so mehr erstaunt es, dass sie jeweils sehr eilig und wissenschaftlich völlig unbegründet immer wieder verharmlosende Stellungnahmen zu den Risiken der Funkstrahlung abgibt. Weshalb lässt sich die Krebsliga derart offensichtlich, aber grundlos, für die Interessen der Mobilfunkindustrie einspannen? Sie gefährdet damit ernsthaft ihre Reputation.

Copyright